Die am Montagnachmittag zeitweilig gesperrten Bahnstrecken zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Berlin und Hannover sind am Dienstagmorgen wieder voll befahrbar. Es komme auch nicht zu den zunächst befürchteten Verspätungen, sagte eine Bahnsprecherin.

Auf der Strecke Hamburg-Berlin war zwischen Paulinenaue und Friesack (Havelland) der Verkehr zeitweise unterbrochen. Ein Baum war dort auf die Oberleitung gestürzt. Oberleitungsschäden hatten auch auf der Strecke Hannover-Magdeburg-Berlin für eine Sperrung gesorgt. Die Strecke soll aber ohnehin erst vom 4. November an nach Beseitigung von Hochwasserschäden wieder voll befahrbar sein.

Betroffen von den Orkanböen war auch der Flugverkehr. Wegen des Unwetters in Großbritannien fielen am Montag am Flughafen Berlin-Tegel nach Angaben eines Sprechers zwei Flüge aus. Zudem musste eine Maschine von Riga nach Hamburg dem Sturm ausweichen und in Berlin landen.

Die Schäden an Gebäuden hielten sich in der Region ansonsten in Grenzen. Die Berliner Feuerwehr registrierte am Montagabend binnen drei Stunden 33 witterungsbedingte Einsätze. Meist handelte es sich um abgebrochene Äste oder umgestürzte Absperrungen am Bau. Auch in Brandenburg waren die Schäden nach einer ersten Bilanz der Polizei in Potsdam eher gering. In Luckenwalde (Teltow-Fläming) wurde allerdings durch den Sturm das Dach eines Mehrfamilienhauses abgedeckt. Verletzt wurde in Berlin und Brandenburg aber niemand.