Das ergab eine Umfrage im Sommer 2009, deren Ergebnis die Hochschule am Dienstag bekanntgab. Danach seien 74 Prozent der befragten knapp 700 Studenten mit den Studienbedingungen an der Universität sehr zufrieden oder zufrieden, hieß es. Die jungen Leute hätten die Viadrina wegen des Angebots von Auslandssemestern und der Qualität der Lehre gewählt. Bemängelt wurde dagegen, dass Praktikumsplätze in der Region fehlen. Die Viadrina will künftig stärker auf Forschung setzen. So beteiligt sie sich an der Exzellenz-Initiative, mit der Bund und Länder besondere Forschung an Universitäten in Deutschland fördern. Ende April sollten die konkreten Projekte veröffentlicht werden, mit denen sich die Universität bewerben wolle, sagte die Vize-Präsidentin der Universität, Cornelia Müller. Es würden zwei Anträge gestellt. "Es gibt ein großes Forschungspotenzial, was strukturell noch nicht so sichtbar geworden ist." Zudem will die Viadrina ihre dafür genutzte Datenbank vervollständigen. Als eine wichtige Aufgabe nannte Universitätspräsident Gunter Pleuger den Ausbau der internationalen Beziehungen der Stiftungsuniversität. So soll es eine Konferenz mit den Universitäten im polnischen Thorn (Torun) und russischen Kaliningrad (Königsberg) geben. Außerdem ist eine Kooperation mit Hochschulen, etwa in Georgien und der Ukraine, geplant. In Polen sollen Schüler weiterhin für ein Studium an der Viadrina interessiert werden. Dazu sei am 22. April ein Informationstag vorgesehen, erläuterte Pleuger. Auch Uni-Absolventen sollten stärker in ihren Heimatorten und an ihren früheren Gymnasien als "Botschafter" auftreten, um den Nachwuchs für ein Studium an der Viadrina und dem Institut Collegium Polonicum in der Nachbarstadt Slubice zu begeistern. Derzeit studieren 5700 junge Leute an der Frankfurter Universität, davon rund 770 Polen. Pleuger: "Sie kommen vor allem dorther, wo wir Werbung betrieben haben." dpa/mb