Statt einer geplanten Absenkung des Wasserspiegels um sieben bis zehn Meter wird das Stauziel um 3,5 Meter gesenkt, sagte Flath gestern nach dem Krisengespräch. Der Stauraum werde auf 4,5 Millionen Kubikmeter verdoppelt.
Die Talsperre Malter war bei der Flut übergelaufen, die Weißeritz hatte daraufhin die Dresdner Innenstadt überflutet. Flath kam dennoch den Gastronomen und anderen Gewerbetreibenden entgegen, die einen Zusammenbruch des Tourismusgeschäftes befürchteten (die RUNDSCHAU berichtete). Entscheidend sei ein vorbereiteter Vertrag mit dem Deutschen Wetterdienst, der sichere Unwetterwarnungen 24 Stunden im Voraus herausgeben will. Dadurch könnte der Hochwasserschutz verbessert werden, so Flath. Der freie Stauraum könne ein 100-jähriges Hochwasser aufnehmen und noch vergrößert werden.
Die Kommunalvertreter stimmten der Entscheidung zu, auch wenn der Konsens nicht ganz ihren Erwartungen entspreche. Es seien nun Umbauten in den Freibädern und an den Ufern nötig, sagte der Dippoldiswalder Bürgermeister Horst Bellmann. (Eig. Ber./sh))