Auch der Dresdner Zoo sieht nach einem Rückgang der Besucherzahlen Handlungsbedarf. Der Trend geht hin zu Themenanlagen in denen mehrere Tierarten gemeinsam in möglichst natürlichem Lebensumfeld untergebracht werden.
Nach Eröffnung des Tropenhauses im Februar vergangenen Jahres will der Chemnitzer Tierpark nach Angaben des Direktors Hermann Will künftig mit einem neuen Streichelzoo, einer Australien- und einer Afrikaanlage sowie einem großen Affenwald punkten. Mit den Projekten werde die Haltung der Tiere meist durch mehr Raum verbessert. Allerdings fielen die Sponsoren- und Spendengelder derzeit nicht mehr ganz so großzügig aus wie früher, räumte Will ein.
Auch der Leipziger Zoo setzt auf Raumgewinn. Dafür sei man bereit, auch Tierarten abzugeben, sagte Sprecherin Kathleen Raschke. Mit Neuerungen wie der Löwensavanne "Makasi Simba" und der Menschenaffenanlage "Pongoland" habe der Tierpark im Jahr 2001 einen Besucherrekord erreicht. Die Zahl der Gäste sei von rund 750 000 ein Jahr zuvor auf knapp 1,2 Millionen gestiegen. Ein baldiger Höhepunkt ist laut Raschke die Eröffnung der Tigertaiga im März.
Der Zoo Dresden will unterdessen aus dem Rückgang der Besucherzahlen in den vergangenen zwei Jahren Konsequenzen ziehen. Es müsse konzeptionell etwas geändert werden, unterstrich Prokuristin Christine Seidel. Den Angaben zufolge wird künftig der Erwerb weiterer Großtiere wie Nashörner und Giraffen angestrebt. Auch sollten die Tiere anders präsentiert werden. Im vergangenen Jahr sind laut Seidel aufgrund der Mindereinnahmen Instandhaltungsmaßnahmen zum Teil liegen geblieben. (ddp/bra)