Zollitsch sagte anschließend, das "mitbrüderliche Gespräch" habe ihn ermutigt, Einzelheiten wolle er aber wegen des "vertraulichen Charakters" nicht nennen.

Eine Entscheidung über eine Abberufung des Bischofs, dem unter anderem Verschwendung beim Bau seiner neuen Residenz und Falschaussage vorgeworfen wird, gab es nicht. Vielmehr wurde erwartet, dass der Papst zunächst weitere Informationen einholt und deshalb bis zu einer Entscheidung einige Zeit vergehen könnte.

Tebartz-van Elst ist seit Sonntag in Rom und wartet bislang vergeblich auf eine Audienz beim Papst. Ob und wann es ein Treffen zwischen ihm und Franziskus geben wird, war weiter unklar. Auch Zollitsch traf den umstrittenen Bischof während seiner Zeit in Rom nicht, wie es hieß. Am Donnerstag hatte er vielmehr eine Begegnung mit Franziskus' Vorgänger Benedikt.

Das Gespräch zwischen Zollitsch und Papst Franziskus war bereits seit Längerem geplant. Er sei zuversichtlich, "dass alle Seiten an einer guten und baldigen Lösung interessiert sind", sagte der Freiburger Erzbischof nach der Audienz. Es gehe darum, die Lage in Limburg zu beruhigen und einen Weg aus der schwierigen Situation zu finden. "Ich bin dankbar, dass ich diese Gelegenheit hatte, all die Dinge anzusprechen, um von meiner Seite einen Beitrag zu leisten."

Zollitsch hatte sich mehrfach deutlich von seinem Limburger Glaubensbruder distanziert. Er bezeichnete die Lage im Bistum Limburg als schwierig und bedrückend.