Dort sollen die Zöllner verstärkt gegen Schwarzarbeit kämpfen. Die Hauptzollämter Cottbus und Schwedt würden aufgelöst (die RUNDSCHAU berichtete) und ihre Bereiche dem Frankfurter Amt zugeschlagen. Die Zahl der Mitarbeiter solle von derzeit 1600 auf 1000 reduziert werden; 600 würden in andere Behörden versetzt.
"Direkt an der Grenze wird in Zukunft keine Überwachung mehr stattfinden", erklärte Birkemeyer. Das bedeute aber nicht, dass Schmuggler sich in Sicherheit wiegen könnten. Mehr als 200 Beamte sollen ab Mai in mobilen Kontrollgruppen von den Standorten Gartz, Oderberg, Frankfurt, Guben und Cottbus aus nach illegal eingeführten Waren suchen. "Es muss jeder damit rechnen, auch nach der Grenze angehalten zu werden."
Eine Hauptaufgabe des Zolls sei künftig der Kampf gegen die Schwarzarbeit, so der Zollvorsteher. Die Zahl der entsprechenden Mitarbeiter sei in Ostbrandenburg von 116 auf 189 aufgestockt worden.
Im vergangenen Jahr hatten die Zöllner im Bereich des Frankfurter Hauptzollamtes 29,5 Millionen zumeist in großem Stil geschmuggelte Zigaretten beschlagnahmt. Zudem seien insgesamt 13 147 Schmuggler aufgegriffen worden. Sie hatten unter anderem versucht, Kaviar, gefälschte CDs oder wertvolle Kunstgegenstände über die Grenze zu bringen. An den Übergängen seien 21,6 Millionen Reisende in 1,1 Million Lastwagen und 5,9 Millionen Autos gezählt worden. (dpa/ta)