Mit den neu eingerichteten Sonderkommissionen in Nürnberg, Weiden und Dresden soll vor allem der organisierte Crystalschmuggel bekämpft werden. Es sei wichtig, "illegale Produktionsstätten zu ermitteln, potenzielle Kuriere zu entdecken und eingerichtete Vertriebswege aufzuspüren", sagte Koschyk. Der Großteil der synthetischen Droge für den deutschen Markt stamme aus Tschechien. Immer häufiger stellten Ermittler Mengen sicher, die über den Eigenbedarf weit hinausgingen. Erst im Februar entdeckten Zollbeamte am Münchener Flughafen 20 Kilogramm Crystal. Der Freistaat fungiere wegen seiner Nähe zu Tschechien oft als Transitland, erklärte Koschyk. Im ersten Halbjahr 2013 stellten Drogenfahnder bundesweit rund 38 Kilogramm Crystal sicher. 2012 waren es insgesamt nur rund 24 Kilo.

Die deutliche Zunahme sei nicht nur eine Folge der verschärften Kontrollen, sondern vor allem auf die deutliche Steigerung der Schmuggelaktivitäten zurückzuführen, sagte der Präsident des Zollkriminalamts, Norbert Drude. "Crystal ist ganz klar eine Modeerscheinung." Zudem sei die Herstellung der Droge relativ einfach, gab der Leiter des Zollfahndungsamtes München, Siegfried Klöble, zu bedenke n.