So deckte der Zoll bei Schwarzarbeit Schäden von 30,5 Millionen Euro auf (2005: 27,4). Die Summe betrifft hinterzogene Sozialabgaben, der Steuerschaden ist nicht berücksichtigt. Am meisten werden Branchen wie Bau, Reinigung und Gastronomie kontrolliert.
Außerdem zog der Zoll 35 000 gefälschte Markenartikel aus dem Verkehr, bezogen auf 2005 war das die doppelte Menge. Dabei ging es vorwiegend um Textilien, Schuhe, Uhren, Parfüm, Elektronik und Medizin. Der wirtschaftliche Schaden sei enorm, hieß es. Durch Ideenklau und Abkupfern von Marken seien allein in Deutschland rund 70 000 Jobs gefährdet, schätzte die Behörde mit Verweis auf Angaben aus dem Bundesfinanzministerium ein. 70 Prozent der Plagiate stammen aus China, gefolgt von Vietnam und weiteren asiatischen Staaten.
Insgesamt wurden 65 Kilogramm Rauschgift sichergestellt (2005: 113) - darunter vier Kilogramm Kokain und 22 kg Haschisch. Hochwertige Drogen würden meist in großen Mengen geschmuggelt, sagte Oberfinanzpräsident Klaus Staschik, synthetische Drogen dagegen in kleinerem Umfang. Im Mai 2006 nahmen die Fahnder einen 28 Jahre alten Tschechen fest, der mehr als 750 Gramm Kokain in 93 Bodypacks im Magen versteckt hatte. "Körperschmuggel" ist mit einem tödlichen Risiko verbunden, wenn die Behälter platzen. (dpa/mb)