Demnach sind in der Polizeidirektion Dresden 328 entsprechende Datensätze erfasst, in Zwickau 164 und in Leipzig 102. Es geht vor allem um Fans von Dynamo Dresden, dem FSV Zwickau, Lok Leipzig und BSG Chemie Leipzig. Linke und Grüne forderten am Mittwoch die Löschung der Datenbank.

"Die Einführung des Systems und auch damit verbundene Risiken - Wer wird einbezogen, wann wird gelöscht - sind mit uns besprochen und abgestimmt worden", sagte Sachsens Datenschutzbeauftragter Andreas Schurig gestern auf Anfrage. Die Verwendung sei aber nicht abstimmungspflichtig: "Es hängt also von der jeweiligen Ermittlungseinheit ab, ob sie sich an uns wendet oder ob wir auf anderem Weg - zum Beispiel durch Antworten der Staatsregierung auf Kleine Anfragen, davon erfahren." So habe man die Kleine Anfrage von Lippmann zum Anlass genommen, einen Prüfvorgang einzuleiten.