Es müsse vielmehr stärkere Kontrollen im betroffenen Hinterland geben, um die Kriminalität einzudämmen. Nehme die inzwischen bedenklich hohe Kriminalität im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien weiter zu, sei dann auch mehr Personal bei Landes- und Bundespolizei nötig, sagte Voigt. "Mit deren Präsenz in Grenznähe können wir derzeit zufrieden sein, sie sind stark zu sehen." Allerdings lasse die Aufklärungsquote etwa bei Autodiebstählen und Einbrüchen in Gartenlauben und Wohnungen zu wünschen übrig.

Daneben bereite ihm auch der zunehmende Drogenschmuggel von Tschechien aus große Sorge. Am vergangenen Wochenende hatte sich der Bautzener CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann zu Wort gemeldet und eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen verlangt. Ähnliche Forderungen hatte es in der Vergangenheit immer wieder aus den Reihen der CDU gegeben.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat das zurückgewiesen, er setzt unter anderem auf länderübergreifende Fahndungsgruppen. Die Kriminalitätszahlen für 2012 werden laut Innenministerium voraussichtlich im März veröffentlicht.