Die insgesamt 70 erwarteten Teilnehmer kommen aus Deutschland und der Schweiz.

Ein Aspekt ist das ehemalige Zisterzienserkloster Chorin nordöstlich von Berlin. Es gilt als Schlüsselwerk der norddeutschen Backsteingotik. Es war ein Vorbild für zahlreiche andere Kirchenbauten wie die Franziskanerkirchen in Berlin und Angermünde oder die Marienkirche in Neubrandenburg. In Chorin begannen die Zisterzienser von 1273 an mit dem Bau der Kirche. Zum Kloster gehörte auch ein Haus für Kranke, in welchem sich die Zisterzienser auch um die Pflege von Findelkindern und Armen kümmerten.

Die Klosteranlage in Chorin wurde in den vergangenen Jahren für mehrere Millionen Euro an Landesgeldern saniert und restauriert, wie die Leiterin des Eigenbetriebs, Franziska Siedler, erläutert. So hätten allein die Arbeiten am Kirchenschiff in diesem und im vergangenen Jahr rund zwei Millionen Euro gekostet. "Es gibt schon Pläne für 2014", sagte Siedler. Dann stünden Arbeiten am Westflügel an.

Auf der Tagung werde eine Datenbank als Forschungsprojekt angeregt, in der bauliche Erkenntnisse zum Kloster Chorin enthalten sein könnten, kündigte Siedler an. "Seit rund 200 Jahren gibt es eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Kloster Chorin." Hierbei könne auch mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg kooperiert werden.

Auf dem Programm der Konferenz stehen zudem zahlreiche Vorträge - etwa über die Ordens architektur der Zisterzienser, Schmuck an Backsteinen oder denkmalpflegerische Aspekte. Neben Chorin soll es um Bauten zum Beispiel in Bad Doberan und Neukloster gehen.