Alle Hoffnungen würden jetzt auf einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts liegen. Am 30. Januar soll in Leipzig eine Entscheidung fallen, die nicht mehr angefochten werden könne, sagte Sprecher Horst Hennert dem Blatt. Im Fall einer Zulassung soll das Schulprojekt zügig starten und bis zu 250 Jungen aufnehmen.

Bereits vor einem Jahr hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg entschieden, dass das märkische Bildungsministerium erneut über den Antrag für das Jungengymnasium entscheiden muss, den es im Mai 2007 abgelehnt hatte. Eine Revision vor dem Leipziger Gericht ließ das OVG damals nicht zu. Dagegen legte das Ministerium mit Erfolg Beschwerde ein. Zuvor hatte es zwei juristische Niederlagen einstecken müssen.

Beide Instanzen hielten es für zulässig, dass ein freier Schulträger auch nach Geschlechtern getrennte Schulen gründen kann. Aus Sicht des Bildungsressorts dagegen widerspricht ein reines Jungengymnasium dem gesetzlichen Grundsatz eines gemeinsamen Unterrichts für Jungen und Mädchen.