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| 16:26 Uhr

IG Bergbau-Thesen zu Kohleausstieg und Zukunftsperspektiven
Zehn Vorschläge nach Standortkonferenz in Cottbus

Cottbus. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hat zehn Thesen zum Strukturwandel in der Lausitz veröffentlicht.

Bei der Standortkonferenz in Cottbus haben sich Experten, Gewerkschafter und Politiker mit der Frage beschäftigt, wie der Strukturwandel in der Lausitz gelingen kann. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie hat als ein Ergebnis des Treffens das Papier „Zehn Thesen zum Strukturwandel in der Lausitz“ veröffentlicht. Die Stichpunkte der IG Bergbau-Stiftung „Arbeit und Umwelt“ in der Übersicht:

Erstens: Es geht in der Lausitz nicht nur um wirtschaftlichen Strukturwandel, sondern um die Revitalisierung der Region als Wirtschafts- und Lebensraum. Diese Aufgabe reicht weit über Wirtschaftsstrukturpolitik hinaus.

Zweitens: Effektive Strukturpolitik für die Lausitz braucht klare politische Führung, eine konzertierte Aktion und wirtschaftskundiges Management: für die die Errichtung einer „Zukunft Lausitz AG“.

Drittens: Der Strukturwandel in der Lausitz kann nur dann gelingen, wenn die Region einen „USP“ ausbildet, der Investoren attrahiert. USP meint: Eine inspirierende Investment-Story, die die Lausitz klar von anderen Regionen differenziert.

Viertens: Die Lausitz könnte zu einer Sonderwirtschaftszone neuen Typs ausgestaltet werden.

Fünftens: Effektive Strukturpolitik für die Lausitz bedeutet: evolutionär und disruptiv, im Korridor und außerhalb des Korridors denken und handeln.

Sechstens: Effektive Strukturpolitik für die Lausitz muss agil konzipiert und umgesetzt werden: Zyklus „handeln, reflektieren, lernen, verbessern“ statt Kommissionen einrichten, Studien in Auftrag geben und langfristige Masterpläne erarbeiten.

Siebtens: Effektive Strukturpolitik muss unternehmerisch sein: initiativ und proaktiv, mit dem Anspruch, Innovationen zu treiben und Märkte zu gestalten.

Achtens: Die Lausitz könnte als ein Komplementär-Standort zu den Metropolen Berlin und Dresen profiliert werden.

Neuntens: Die Lausitz sollte zu einer Schlüsselregion für Leuchtturmprojekte der deutsch-polnisch-tschechischen Wirtschaftskooperation werden.

Zehntens: Unternehmerische Politik für einen nachhaltigen Strukturwandel in der Lausitz benötigt Out of the box-Ideen: Beispiel EU-DARPA.