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Wahl
Zehn Lausitzer ziehen in den neuen Bundestag ein

Cottbus/Berlin. Der neue Bundestag ist gewählt. Wer wird die Lausitz dort vertreten? Zehn Kandidaten aus der Region haben es geschafft. Drei sind hingegen knapp gescheitert. Bodo Baumert

Die fünf Lausitzer Direktmandate haben am Wahlsonntag CDU und AfD unter sich aufgeteilt. Die drei Südbrandenburger Wahlkreise gehen an die CDU, wenn auch mit Stimmverlusten. Das beste Ergebnis holt Jana Schimke mit 30,2 Prozent im Spreewald. Michael Stübgen schafft in Elbe-Elster/OSL mit 29,5 Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag. Klaus-Peter Schulze setzt sich in Cottbus/Spree-Neiße mit 28,4 Prozent knapp gegen AfD-Kandidatin Marianne Spring-Räumschüssel durch. In Ostsachsen siegen hingegen die beiden AfD-Kandidaten Karsten Hilse und Tino Chrupalla.

Neben diesen fünf haben es weitere Lausitzer über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag geschafft. In Brandenburg sind das der in seinem Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße deutlich unterlegene Ulrich Freese (SPD) und Martin Neumann (FDP), der es dank 7,1 Prozent Zweitstimmen-Anteil seiner Partei in Brandenburg gerade so geschafft hat.

In Sachsen haben es über die Landeslisten Caren Lay (Linke), Thomas Jurk (SPD) und Torsten Herbst (FDP) in den Bundestag geschafft.

Gescheitert ist unter anderem Sylvia Lehmann (SPD). Sie lag auf Platz fünf der Landesliste, die schwächelnde SPD hat in Brandenburg aber nur vier Mandate gewonnen. Bei der Linkspartei in Brandenburg kann sich Birgit Kaufhold aus Altdöbern auf Platz fünf vor der Wahl noch Hoffnungen machen. Aber auch die Linke holte nur vier Mandate.

Auch der sächsische CDU-Generalsekretär und bisheriger Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Kretschmer, wird dem neuen Bundestag nicht mehr angehören. Der 42-Jährige verlor im Wahlkreis Görlitz sein Direktmandat und war nicht über die Landesliste seiner Partei abgesichert.