Der Vorsitzende Richter hatte nach Angaben des Gerichts von gestern keinerlei Zweifel daran, dass der Mann Anfang April die 44-Jährige in der gemeinsamen Wohnung mit einem Messerstich in den Bauch tötete. In der Verhandlung hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten und behauptet, die Frau in der Wohnung leblos aufgefunden zu haben. Es gab aber dem Gericht zufolge keinerlei Anzeichen dafür, dass ein Dritter an der Tat beteiligt war. Ein Sachverständiger schloss zudem einen Selbstmord aus.
Mit ihrem Urteil blieb die Strafkammer ein Jahr unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Eine Schuldunfähigkeit wegen der Alkoholisierung des Angeklagten schloss die Kammer aus. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa/mb)