Auf Platz 2 der Landesliste wurde Zastrows Stellvertreter Torsten Herbst gewählt. Auf den weiteren Rängen landeten der Leipziger Sven Morlok, Kristin Schütz aus Görlitz und Tino Günther aus Seiffen.
Die Sachsen-FDP strebt bei der Landtagswahl am 19. September ein Ergebnis von "7,3 Prozent plus X" an. Nach Aussagen Zastrows ist das ein realistisches Ziel. Dieses Resultat hatten die Liberalen zuletzt bei der Bundestagswahl 2002 in Sachsen erreicht. Laut aktuellen Umfragen liegen sie derzeit aber unter der 5-Prozent-Hürde. Bei der Landtagswahl 1999 waren sie mit 1,1 Prozent gescheitert.
Hauptziel der Liberalen für die Landtagswahl sei, die absolute Mehrheit der CDU im Parlament zu beenden, sagte Zastrow. "Wer Sachsen erneuern will, der muss zuerst die Alleinherrschaft der CDU brechen", rief er den 250 Delegierten zu. Er sprach sich für eine umfangreiche Parlamentsreform aus. Das müsse eine der ersten Aufgaben des neuen Landtages sein. Der FDP-Chef plädierte für eine Art Teilzeit-Parlament. Er wolle keine Berufspolitiker, sondern Politiker, die nebenbei noch einen Beruf haben, sagte er. Zugleich forderte er eine Begrenzung der Amtszeit für den Ministerpräsidenten auf zwei Legislaturperioden.
Als Ehrengast des Parteitages ergriff FDP-Bundesvorsitzender Guido Westerwelle das Wort. Beim Thema Steuern rief er die Unionsparteien auf, "aus der Phase der Unverbindlichkeit herauszutreten". Sie sollten entweder ein eigenes Konzept vorlegen oder dem der FDP zustimmen. (dpa/gb)