Die Zahl der Glücksspielsüchtigen in Brandenburg steigt. Das belegen Zahlen der ambulanten Suchtberatung. 7,7 Prozent aller Patienten sind laut einer aktuellen Studie glücksspielsüchtig. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei 2,6 Prozent. "Die Tendenz ist weiter steigend", sagt Andrea Hardeling von der brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen. 13 000 pathologische Glücksspieler zieht es in Brandenburg immer wieder an die Spieltische.

"Diese Entwicklung wird dadurch begünstigt, dass es immer wieder neue Varianten von Glücksspielen gibt und das Glücksspiel sich zunehmend und illegalerweise mit Sportwetten und Onlinecasinospiele auch auf das Internet ausweitet", sagt Andrea Hardeling. Auch in den sächsischen Suchtberatungsstellen wird ein steigender Beratungsbedarf festgestellt. Während sich 2013 exakt 692 Klienten mit pathologischem Glücksspiel meldeten, waren es im vergangenen Jahr 731 Patienten.

Brandenburg und Sachsen profitieren davon, etwa mit ihren Spielbanken. In Sachsen stiegen die Besucherzahlen 2015 leicht auf 110 000 Gäste an, in Brandenburg wurde das Vorjahresniveau erreicht. Insgesamt verzeichnet Brandenburg 2015 Spielbankabgaben in Höhe von 2,6 Millionen Euro, 18,5 Prozent mehr als 2014. Im ersten Halbjahr 2016 gab es einen weiteren Anstieg um 2,9 Prozent. In Sachsen lagen die Einnahmen aus den Spielbanken 2015 bei 2,2 Millionen Euro.

In der Cottbuser Spielbank wurde gestern ein Venenscanner vorgestellt, mit dem gesperrte, süchtige Personen künftig direkt am Eingang identifiziert werden können.