Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene rauchen Haschisch und Marihuana. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, für die bundesweit 7000 Menschen repräsentativ befragt wurden. Demnach habe sich der Konsum bei diesen Altersgruppen in den vergangenen sechs Jahren um rund 50 Prozent ausgeweitet.

So gaben 17,7 Prozent der jungen Erwachsenen (18 bis 25 Jahre) an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es 11,6 Prozent - jetzt sind es 53 Prozent mehr. Auch der Anteil regelmäßiger Konsumenten mit mehr als zehn Mal im Jahr stieg von 3,1 Prozent im Jahr 2008 auf 4,6 Prozent. Bei den gesamten Befragten im Alter von zwölf bis 25 Jahren stieg die Zahl der regelmäßigen Kiffer von 2,3 auf 3,5 Prozent.

"Offenbar wirkt sich die Gesundheitsgefahren verharmlosende Argumentation der Befürworter einer Legalisierung von Cannabis bereits negativ aus", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. "Der Konsum von Cannabis kann gerade für Jugendliche und junge Erwachsene zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen." Forschungsergebnissen zufolge leide die Hirnleistung mit zunehmender Dauer und Intensität des Konsums.

Vor allem 18- bis 25-jährige Männer greifen immer häufiger zu den Rauschmitteln: Während 2008 noch jeder siebte junge Mann (14,8 Prozent) angab, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben, war es 2014 schon beinahe jeder Vierte (23,9 Prozent) - das ist ein Plus von 61 Prozent.

Bei den Zwölf- bis 17-Jährigen schnellte der Anteil der gelegentlichen Kiffer sogar binnen drei Jahren um etwa 50 Prozent nach oben: von 4,6 Prozent auf 7,7 Prozent.