Vor allem im Erzgebirgskreis sowie in den Landkreisen Mittelsach sen und Zwickau sei die Tendenz stark rückläufig. Besonders die Zahl der Dreipersonenhaushalte sinke voraussichtlich, erwartet werde ein durchschnittliches Minus von 18 Prozent. "Die Tendenz zu kleineren Haushalten hält an", sagte Schneider-Böttcher. 2011 lag der Anteil von Ein- und Zweipersonenhaushalten bei 80 Prozent, 2015 werde er bei 82 Prozent liegen. Die Statistiker sagen dabei den größten Zuwachs für die Landkreise voraus. Grundlage für die Prognose sei eine Modellrechnung auf Basis einer Haushaltsbefragung von 2011, auch Mikrozensus genannt. Die Ergebnisse seien bedeutend für die Immobilienwirtschaft. Bislang hatte die Zahl der Haushalte trotz des Rückgangs der Bevölkerung in Sachsen stetig zugenommen. 2011 gab es rund 2,2 Millionen Privathaushalte, 2025 sollen es laut Prognose 2,05 Millionen sein. Der größte Rückgang wird mit minus 14,6 Prozent für Mittelsachsen erwartet, es folgt der Erzgebirgskreis mit minus 14,3 Prozent.

Deutlich weniger Federn lassen müssen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (-4,2) und der Landkreis Leipzig (-4,3). In Dresden wird mit einem Plus von 3,4 Prozent gerechnet, in Leipzig mit einem Plus von einem Prozent.