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| 02:33 Uhr

Zahl der Grippefälle stark gestiegen

Potsdam/Dresden. Die Grippewelle hat die Region fest im Griff. In Brandenburg sind seit Herbst mehr als dreimal so viele Menschen erkrankt wie in der Vorsaison. In Sachsen sind bereits zwei Menschen an den Folgen der Influenza gestorben. dpa/bf

Seit Oktober bis Mitte Januar ist das Influenza-Virus bei 162 Patienten nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr waren es 52 Fälle. Als Grippesaison gilt die Zeit von Anfang Oktober bis Mitte April.

Und es könnte noch deutlich mehr werden: Grippewellen mit besonders stark sich ausbreitenden Viren beginnen normalerweise im Januar oder Februar. Der Höhepunkt lag 2016 etwa Anfang März mit rund 500 gemeldeten Fällen - pro Woche.

Insgesamt wurden in der vergangenen Saison 3538 Grippefälle in Brandenburg gezählt, 2015 waren es 2873 - zehnmal mehr als 2014, wo es nur 227 waren. Die Zahl sagt Experten zufolge jedoch wenig über die Schwere einer Grippewelle aus, da nur der Labornachweis der Viren laut Gesetz gemeldet werden muss, aber nicht alle Patienten auf Influenza getestet werden.

Die Grippewelle hat auch Sachsen fest im Griff. Seit Oktober wurden 732 Influenza-Fälle gemeldet - allein 288 (fast 40 Prozent) in der ersten Januarwoche. Bisher starben ein 86-Jähriger in Dresden und eine 87-jährige Frau im Kreis Görlitz an den Folgen.

Bei einer 74-Jährigen im Kreis Bautzen besteht laut Gesundheitsministerium der Verdacht, dass ihr Tod im Zusammenhang mit der Influenza steht. Ein Viertel der sächsischen Patienten sind zwischen 45 und 64 Jahre alt, gut ein Fünftel sind Senioren. Etwa jeder fünfte Erkrankte wurde im Krankenhaus behandelt.

Im Winter 2015/2016 gab es eine schwere Grippewelle mit landesweit mehr als 13 000 Erkrankten und 15 Toten. 2014 waren es nur 443 Erkrankte.