Damals waren zehn Menschen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums gestorben.

Gründe für diesen starken Anstieg konnte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht nennen. Es sei jedoch zu beobachten, dass im Freistaat vor allem die Droge Crystal Meth weit verbreitet sei, sagte ein LKA-Sprecherin. Grund hierfür sei, „dass die Beschaffungswege bei uns sehr kurz sind“. In der Regel werde die Droge aus Tschechien nach Sachsen geschmuggelt.

Im bundesdeutschen Vergleich schneidet der Freistaat jedoch nicht schlecht ab: Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sind bezogen auf die Einwohnerzahl 2015 weniger Menschen an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums gestorben. Insgesamt beträgt die Zahl der Drogentoten in Deutschland laut BKA-Angaben 1126, das sind 18,8 Prozent mehr als 2014. Die meisten Toten stammen aus Bayern.