Etwa 160 von ihnen sind in Beschäftigung. In ganz Brandenburg ist die Anzahl der beschäftigten Flüchtlinge im Jahr 2015 um knapp 30 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

Eingesetzt werden sie in allen Branchen, sagt Maximilian Bischoff von der Agentur für Arbeit Cottbus. "Es gibt Friseure, Köche, Pflegepersonal oder Hilfsarbeiter im Baubereich, aber auch Ärzte." Mittels Vorrangprüfung wird zunächst geklärt, ob deutsche Bürger für die entsprechende Stelle zur Verfügung stehen. "Flüchtlinge nehmen niemandem die Arbeitsplätze weg, im Gegenteil. Wir können sogar Arbeitsplätze besetzen, die sonst unbesetzt blieben", sagt Bischoff.

Die Fachkräfteproblematik der Region ist dadurch dennoch nicht gelöst. "Zwar ist von vielen Betrieben die grundsätzliche Bereitschaft vorhanden, Flüchtlinge einzustellen", berichtet Nils Ohl von der Industrie- und Handelskammer Cottbus. Echte Hemmnisse seien jedoch immer noch bürokratische Details.

In Sachsen kamen von den rund 1,5 Millionen Beschäftigten im Jahr 2015 etwa 5600 aus Asylherkunftsstaaten. Gegenüber dem Vorjahr sind das 17 Prozent mehr.

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