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| 02:38 Uhr

Zähes Ringen auf dem G20-Gipfel

Hamburg. Beim G20-Gipfel in Hamburg haben sich bei den zentralen Streitthemen Klimaschutz und Freihandel wegen der Abschottungspolitik der USA bis Freitagabend noch keine Fortschritte abgezeichnet. Nach ersten Beratungen der G20-Staats- und Regierungschefs sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Handelspolitik: "Hier sind die Diskussionen sehr schwierig. dpa

Da will ich gar nicht drumherum reden." Von den allermeisten Teilnehmern sei darauf hingewiesen worden, dass "wir einen freien, aber auch fairen Handel brauchen". Auch beim Klimaschutz sagte Merkel, die allermeisten Teilnehmer der Gipfelrunde hätten sich zum Pariser Abkommen bekannt. Die G20-Unterhändler werden Merkel zufolge bei beiden Themen noch länger ringen müssen.

Der Gipfel wurde von schwerer Randale überschattet. Den ganzen Tag über kam es in Hamburg zu Straßenschlachten. Tausende G20-Gegner versuchten zur abgesperrten Elbphilharmonie vorzudringen, wo sich die G20-Gipfelteilnehmer zu einem Konzert treffen wollten. Die Ehefrau des US-Präsidenten Melania Trump konnte wegen der Ausschreitungen ihre Unterkunft lange nicht verlassen. Die Polizei forderte Verstärkung aus anderen Bundesländern an, Sachsen sagte 500 Beamte zu. Es kam zu Verwüstungen und zahlreichen Bränden. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens 160 Beamte verletzt. 70 Menschen seien festgenommen und 15 in Gewahrsam genommen worden. Die Feuerwehr rückte zu 156 Einsätzen aus. 61 Feuer wurden gelöscht.

Aus dem Brandenburger Kontingent, das in Hamburg bereits mit 500 Beamten im Einsatz ist, sind bislang keine Verletzten gemeldet worden. Thema des Tages Seite 3

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