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XY ungelöst und Z wie Zweitstimme

Auch dieser Bundestagswahlkampf hinterlässt einige Rätsel. Zum Beispiel: Warum verkündet Angela Merkel eigentlich, dass sie Kartoffeln lieber stampft als püriert? Weshalb glaubt die CDU tatsächlich, dass ihre Wortschöpfung "#fedidwgugl" besonders originell ist? Und zwar so originell, dass sie nach dem Zungenbrecher sogar ihr begehbares Programm-Haus in Prenzlauer Berg benannt hat? Warum ist FDP-Chef Christian Linder mit 18 Jahren schon aufgetreten wie ein unsympathischer Managertyp mit 40, und wieso wog er mit 14 an die 100 Kilo? Weshalb war Martin Schulz als Schüler "ne faule Socke" – und hat sich das eigentlich geändert? Warum streitet sich die AfD schon um Posten, obwohl noch gar nicht gewählt worden ist? Und wieso haben sich Linke und Grüne in diesem Wahlkampf so schwergetan? All das und noch viel mehr ist XY ungelöst. has

Vielleicht gibt es auf diese Fragen eine Antwort, wenn der Wähler endlich gesprochen hat.

Das kann er am 24. September mit zwei Stimmen tun: Mit der Erststimme wählt er den Kandidaten für das Direktmandat, also die Person, die den eigenen Wahlkreis im Bundestag vertreten soll (Mehrheitswahlrecht). Mit der Zweitstimme wird für die Partei votiert, die man für die beste oder kompetenteste hält (Verhältniswahlrecht). Entscheidend für die Mehrheitsverhältnisse im neuen Bundestag ist eindeutig die Zweitstimme. Deshalb werben auch alle Parteien vor allem um sie.