EU- Währungskommissar Olli Rehn kündigte an, dass die nächste Hilfsrate von 31,5 Milliarden Euro spätestens im November an Athen ausgezahlt werde. Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras sagte den internationalen Geldgebern zu, dass Griechenland alle Zusagen für die Hilfen erfüllen werde. Die Kanzlerin sowie der IWF, die Euro-Partner und die EZB bescheinigten Athen Fortschritte. Die Geldgeber setzten Athen aber eine Frist bis 18. Oktober, um die Reformmaßnahmen vollständig umzusetzen .

N ach Gewerkschaftsangaben protestierten 50 000 Menschen gegen den Sparkurs sowie Merkels Krisenstrategie. Das Regierungsviertel war weiträumig abgesperrt, U-Bahnstationen sowie die Zufahrtsstrecke wurden geschlossen. Rund 7000 Polizisten waren im Einsatz. Bei zwei Kundgebungen in der Innenstadt waren diffamierende und beleidigende Plakate mit Nazi-Vergleichen zu sehen. Einige Demonstranten trugen SS- und Wehrmachtsuniformen, mehrere Hakenkreuzfahnen wurden verbrannt .

Merkel sprach von einer ausgesprochen schwierigen Phase, die das Lande durchmache. Viele Menschen litten, ihnen werde viel abverlangt. Sie betonte auch: "Ein großes Stück des Weges ist zurückgelegt." Dies werde sich für Griechenland lohnen: "Es wird ein längerer Weg sein. Aber ich glaube, dass wir Licht sehen werden am Ende des Tunnels." Deutschland wolle dabei ein guter Partner und Freund sein.

In des hat es einen Durchbruch bei der Finanzsteuer gegeben: Deutschland und Frankreich haben auf europäischer Ebene die neue Abgabe durchgesetzt - wenn auch nur im kleinen Rahmen. Elf EU-Länder wollen bei der Steuer auf den Handel mit Aktien, Anleihen und spekulativen Papieren mitmachen. Eine EU-weite Einführung ist jedoch nicht in Sicht, vor allem die Nicht-Euro-Länder Großbritannien und Schweden bremsen . Kommentar & Politik Seiten 2 & 6