Zehn Wochen nach der Abgeordnetenhauswahl steht der neue Berliner Senat. Im rot-schwarzen Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), der weiterhin das Ressort Kultur verantwortet, werden zwei parteilose Senatoren sitzen: Die Volkswirtin Sybille von Obernitz vom Deutschen Industrie-und Handelskammertag soll nach dem Willen der CDU Senatorin für Wirtschaft und Forschung werden, der Unternehmer Ulrich Nußbaum behält auf Vorschlag der SPD das Finanzressort.

Drei der acht Senatoren sind Frauen, darunter die türkischstämmige Sozialdemokratin Dilek Kolat als Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration. Überraschend präsentierte Wowereit die bisher wenig bekannte Pankower Abgeordnete Sandra Scheeres als Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

SPD und CDU hatten am gestrigen Montag ihre Kandidaten benannt; am Donnerstag sollen sie vereidigt werden. Am Kabinettstisch sitzen künftig auch der langjährige SPD Fraktionsvorsitzende, Landeschef Michael Müller (Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Umwelt) sowie der bisherige CDU-Fraktions-Vize Michael Braun (Justiz, Verbraucherschutz) und als jüngster der 36 Jahre alte Unions-Gesundheitspolitiker Mario Czaja (Gesundheit, Soziales). CDU-Chef Frank Henkel wird Innensenator und wie sein SPD-Kollege Müller als Bürgermeister Stellvertreter des Regierenden.

„Mit diesen Kandidaten ist die Sachkompetenz vorhanden, die die Ressorts mit Leben erfüllen werden“, sagte Wowereit nach einer Sondersitzung von Landesvorstand und Fraktion über die SPD-Riege. Henkel sprach auf dem Kleinen Parteitag der Christdemokraten von einem Aufbruch in eine neue Zeit. “