Der frühere Berliner Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) hat das Vorgehen des Flughafen-Aufsichtsrats nach der geplatzten Eröffnung des Hauptstadtflughafens im Jahr 2012 verteidigt. Vor der Kündigung des Generalplaners PG BBI sei darüber „im Aufsichtsrat sehr, sehr lange diskutiert worden“, sagte der damalige Aufsichtsratschef am Freitag im Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum Flughafenprojekt.

Das Gremium habe festgestellt, dass das Vertrauensverhältnis zu PG BBI gestört und Besserung nicht zu erwarten sei. „Es ist nicht bewiesen, dass das wirklich ein Fehler war“, sagte Wowereit zu der Kritik, der Rauswurf des Generalplaners habe das Bauprojekt noch weiter verzögert.

Hauptgrund für die verspätete Eröffnung des neuen Flughafens in Schönefeld sind Planungsmängel und Baufehler vor allem bei der Brandschutzanlage. Die Inbetriebnahme ist nun für das zweite Halbjahr 2017 vorgesehen.