Zugleich aber brummt die Konjunktur, sind die Auftragsbücher überwiegend gut gefüllt - neun von zehn Handwerksbetrieben sind mit der Geschäftslage zufrieden.

Und dennoch: Das ist kein Widerspruch. Denn geklagt wird weniger über den nach 45 Arbeitsjahren wohlverdient in die Rente gehenden Kollegen. Vielmehr ist es der Frust darüber, wenn sich über Jahre kein geeigneter Azubi findet. Wenn der Markt an Fachkräften - wie es der Cottbuser Elektro-Unternehmer Frank Piotrowski gestern berichtete - leer gefegt ist. Und wenn ausländische Bewerber so schlecht deutsch sprechen, dass sie in gefahrgeneigten Berufen nicht eingesetzt werden können.

Piotrowskis letzte Einstellungen waren zwei Lausitzer Rückkehrer. Mit "Klagen auf hohem Niveau" hat das nichts zu tun.

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