Trainer Claus-Dieter Wollitz hat beim FC Energie Cottbus das Handtuch geworfen. Der Rücktritt „auf eigenen Wunsch“ überraschte Fans und Öffentlichkeit, aber nicht die Vereinsführung. „Wir haben schon einige Tage und Wochen miteinander gesprochen, was das Beste ist für das Ganze, für den Trainer, für alle“, sagte Energie-Präsident Ulrich Lepsch.

Die Suche nach einem Nachfolger ist bei den Lausitzern bereits in vollem Gang. Als heißer Kandidat gilt Rudi Bommer (u.a. 1860 München, MSV Duisburg). Der 54-Jährige könnte den unter Wollitz eingeleiteten Umbruch fortsetzen. Zudem plant der Verein offenbar künftig wieder mit einem Sportdirektor. Es sei zu erwarten, „dass wir vielleicht auch wieder etwas machen im Managementbereich. Die meisten Trainer sind auf dem Platz zu Hause“, sagte Lepsch. Hier soll Ex-FCE-Spieler Christian Beeck Kandidat sein, berichtete Sky.

Wollitz habe aus „persönlichen, sportlichen und vor allem auch familiären Gründen“ um ein Ende seines Trainerjobs in der Lausitz gebeten, teilte Energie mit. Für die kommenden Tage übernimmt Co-Trainer Markus Feldhoff das Team. Dies ist der siebte Trainerwechsel in der laufenden Zweitliga-Saison.

„Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht und denke, eine intakte Mannschaft zu übergeben und ein bestelltes Feld zu hinterlassen“, sagte Wollitz, der sich am Nachmittag von seiner Mannschaft verabschiedete. „Die vergangenen Monate haben als Cheftrainer mit Managementfunktion viel Kraft gekostet“, schilderte Wollitz, der aber offenbar vor einer Rückkehr zum VfL Osnabrück steht. Dort wurde am Donnerstag Trainer Uwe Fuchs ebenfalls freigestellt.

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