Am Sonntag verbreitete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) eine Vorabmeldung zu einem Sommerinterview mit Schulze, die dies zumindest suggeriert. Demnach habe sich Schulze "dafür ausgesprochen, zur Verhinderung der geplanten Kreisreform auch mit der Alternative für Deutschland (AfD) zusammenzuarbeiten."

In der Sendung "Brandenburg aktuell" habe er gesagt, er hielte "nichts davon, die Partei von der geplanten Volksinitiative gegen die Kreisreform auszuschließen". Im Übrigen könne man ohnehin nicht verhindern, dass sich Mitglieder der AfD an Aktionen gegen die Kreisreform beteiligen.

Die Freien Wähler dementierten diese Meldung umgehend. Schulze habe lediglich erklärt, dass man nicht verhindern könne, dass sich AfD-Wähler an der Initiative beteiligten. Zudem habe er erklärt, dass er die Positionen der AfD nicht teile, aber gegen Ausgrenzung sei. Die rbb-Meldung sei mit den Gepflogenheiten nicht in Einklang zu bringen.

Die übrigen an der geplanten Volksinitiative beteiligten Parteien machten deutlich, dass eine Kooperation mit der AfD für sie nicht infrage komme. "Die AfD will mit ihren Vorstellungen ein Brandenburg, das mit unserem Grundüberzeugungen nicht vereinbar ist", sagte der Landeschef der FDP, Axel Graf Bülow. "Jegliche Kooperation mit dieser völkischen Partei schließen wir aus." Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Jan Redmann.