Nach Angaben des Neuruppiner Tollwutexperten Hartmut Meyer könnten Wölfe die gefährliche Krankheit erneut auf die Fuchspopulation übertragen, die seit Mitte der 1990er-Jahre in Deutschland zwar tollwutfrei ist, aber auch nicht mehr geimpft wird. Auch eine Übertragung auf Nutztiere sei möglich. Meyer war jahrelang als Tollwutexperte im Veterinäramt in Neuruppin tätig.

Die für Mecklenburg-Vorpommern zuständige Wolfsgutachterin Kristin Zscheile vom Landesumweltamt in Güstrow erklärte, dass Wölfe durchaus Tollwut übertragen könnten, dies aber ein "eher geringes Risiko" sei. "Generell wandern junge Wölfe solche Entfernungen nur, wenn sie sich am Ende ein neues Revier suchen", erklärte Zscheile. Zudem bräuchten die Raubtiere einen enorm guten Gesundheitszustand, um so weite Wanderungen durchzuhalten. Das würden kranke Tiere nicht schaffen.