Das teilte das beim Landratsamt angesiedelte Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ am Donnerstag in Rietschen mit. Das tote Schaf war am Dienstagabend entdeckt worden.

Wölfe unterliegen dem Naturschutzrecht und gehören zu den streng geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor, wenn eine streng geschützte Tierart vorsätzlich getötet wird. Die Anschaffung von Schutzmaßnahmen wie Elektrozäunen wird vom Land Sachsen in betroffenen Regionen gefördert. Seit Juli gehören auch die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Teile von Nord- und Mittelsachsen zum Fördergebiet. Dortige Tierhalter haben nun ein Jahr Zeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Nach Ablauf der Frist werden die Besitzer von Wölfen gerissener Schafe und Ziegen nur noch entschädigt, wenn ein Mindestschutz bestanden hat.

Große Aufregung gab es auch in Göbeln (Landkreis Bautzen). Zwei Kinder haben Hunde mit Wölfen verwechselt. Laut „Wolfsregion Lausitz“ glaubten sie, am vergangenen Dienstag auf dem Weg zum Schulbus Wölfen begegnet zu sein. „Die beunruhigten Eltern wandten sich an einen ortsansässigen Jäger. Dieser riet ihnen, den Bürgermeister zu verständigen und informierte die Presse“, so das Büro. Am Donnerstag meldete sich dann ein Hundehalter aus dem Nachbarort Särchen bei den Wolfsexperten. Sein Schäferhund war mit einer Hündin in der Nacht zum Dienstag entlaufen. Beide konnten einfangen werden.