Schließlich handele es sich bei dem Tier um eine geschützte Art. Die Fahnder arbeiten mit dem Landesumweltamt und den sächsischen LKA-Kollegen zusammen, hieß es. Die getötete Wölfin war am Sonntag an der Landesgrenze zu Sachsen entdeckt worden. Bereits im August war ein Wolf bei Lieberose (Dahme-Spreewald) erschossen worden. Auch ihm trennten Unbekannte den Kopf ab. Die Behörden ermitteln wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz. Laut Umweltministerium handelt es sich um eine Straftat, die mit bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann. Ob es sich um einen Täter handelt, ist laut Polizei noch völlig unklar. Bislang gebe es neben der Ähnlichkeit der Fälle keine weiteren Hinweise auf einen Zusammenhang, sagte der Polizeisprecher. In beiden Fällen bitten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung.

So sei es wichtig, wer sich an den Weihnachtstagen im Bereich Hirschfeld/Schraden aufgehalten hat. Aus Sicht des Naturschutzbundes wird die Aufklärung der Fälle kaum ohne entsprechende Hinweise möglich sein. Da den Tieren jeweils der Kopf abgetrennt wurde, sei zu vermuten, dass dieser irgendwo als Trophäe hänge, meinte Nabu-Projektleiter Markus Bathen.

Hinweise nimmt das Bürgertelefon des Polizeipräsidiums unter 0700 3333 0331 oder jede Polizeidienststelle entgegen. Sie können auch über die Internetwache unter www.polizei . brandenburg.de übermittelt werden.