"Wir haben aus wirtschaftspolitischer und aus arbeitsmarktpolitischer Sicht damals die richtigen Entscheidungen getroffen", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke. In seiner Heimatstadt Forst habe es Anfang der 90er-Jahre noch eine Arbeitslosigkeit von 50 Prozent gegeben. Heute liegt die Arbeitslosenquote in Brandenburg bei 8,3 Prozent und hat damit den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht.

Derzeit sind 110 579 Menschen im Land ohne Arbeit. Davon sind nach Angaben von Sozialministerin Diana Golze rund 48 000 Menschen langzeitarbeitslos. Woidke erklärte, er halte es für ein realistisches Ziel, in Brandenburg weniger als 100 000 Arbeitslose zu erreichen. "Von Vollbeschäftigung zu träumen, ist aber der falsche Weg", betonte Woidke. Dies werde auch angesichts der Situation in der Weltwirtschaft nicht schnell erreichbar sein. Der ehemalige Direktor des Instituts für Arbeitsmarktforschung der Bundesanstalt für Arbeit, Friedrich Buttler, erklärte, dass eine fünf vor dem Komma bei der Arbeitslosenzahl für Brandenburg "langfristig eine ermutigende Zielmarke" sei.

Manfred Stolpe erinnerte daran, dass besonders Regine Hildebrandt "den Menschen in einer äußerst schwierigen, von Resignation geprägten Zeit wieder neue Hoffnung gegeben habe". Wirtschaftsminister Gerber hob die Ansiedelung zahlreicher Industriebetriebe aus der Luftfahrtindustrie als Erfolgsgeschichte hervor. Insgesamt gebe es in Brandenburg heute wieder 1200 Industrieunternehmen mit 100 000 Beschäftigten.