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Woidke verspricht Lausitzern mehr Geld

Cottbus/Potsdam. Gegenwind für Rot-Rot in Brandenburg. Die geplanten neuen Kreiszuschnitte mit dem Mega-Lausitzkreis stoßen auf Kritik. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verteidigt die Reform im RUNDSCHAU-Interview. Aus der Lausitz kommt auch Zustimmung. Christian Taubert

Die Pläne der rot-roten Landesregierung für eine umfassende Kreisreform in Brandenburg stoßen auf breite Kritik. Die CDU-Oberbürgermeister von Cottbus und Brandenburg/Havel kündigen ihre Unterstützung der Volksinitiative gegen die Reform an. Der Cottbuser OB Holger Kelch (CDU) droht mit der Anrufung des Landesverfassungsgerichts.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verteidigte unterdessen die Reform, die zu zukunftsfesten Strukturen über das Jahr 2030 hinaus führen solle. Er kündigte für Kreise ohne Berlin-Anbindung - wie den Mega-Lausitzkreis aus Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster - Hilfe an. "Dazu werden wir den Finanzausgleich ändern", versprach Woidke.

Die Grünen im Landtag kritisierten in Potsdam, dass nicht der Regierungschef selbst die Pläne für die neuen Kreise vorgestellt habe. Und Finanzminister Christian Görke (Linke) sagte vor Kreistagsabgeordneten in Herzberg, dass der Kreissitz Cottbus im Lausitzkreis "noch nicht ausgemacht ist".

Aus der Lausitz kommt von Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) und dem Amtsdirektor von Kleine Elster Gottfried Richter (parteilos) auch Zustimmung. Der Lausitzkreis sei "nicht das monströse Gebilde, das ausschließlich auf Ablehnung stößt", sagt Fredrich. Allerdings mit drei Kreisen. Cottbus solle kreisfrei bleiben. Richter fügt hinzu: Ein Lausitzkreis sei durchaus besser, "als eine Zuordnung von Elbe-Elster in Richtung Berlin".

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