Die Regierungschefs von Brandenburg und Sachsen habe eine positive Bilanz bei der Sanierung der Bergbau-Gebiete in der Lausitz gezogen. „In den vergangenen 20 Jahren hat die LMBV Tagebaue und den Wasserhaushalt saniert, Grundstücke verwertet und den Tourismus gefördert“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag bei einer Feier zum 20-jährigen Bestehen der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Mit den Sanierungen hätten in den 1990er Jahren tausende Menschen Arbeit bekommen. An vielen Stellen seien auch dauerhafte Arbeitsplätze entstanden.

„Nirgendwo sonst auf der Welt ist eine so große Industrielandschaft umgestaltet und für künftige Generationen wieder nutzbar gemacht worden“, sagte Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU). Die Lausitz habe nicht nur in der Tourismusbranche, sondern auch in der Industrie viel Potenzial. Dazu zählten Wirtschaftszweige wie Ernährung, Chemie, Kunststoffe sowie Metall- und Maschinenbau.

„Wenn wir am heutigen Tage eine Zwischenbilanz ziehen, dann ist die ursprünglich geplante bergmännische Grundsanierung zu fast 90 Prozent abgeschlossen“, sagte LMBV-Chef Klaus Zschiedrich. Die Tagebau-Böschungen seien auf einer Länge stabilisiert worden, die der Strecke von Berlin nach Paris entspreche. Bei der Rekultivierung der Kippenflächen wurden unter anderem 56 Millionen Bäume gepflanzt.