Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte, er halte das Vorgehen Markov für "rechtlich fragwürdig". Dieser hatte 2009 einen Transporter aus dem Landesfuhrpark genutzt, um sein Motorrad in eine Werkstatt zu bringen. Die Rechnung über 435,30 Euro zahlte das Finanzministerium. Markov beharrte darauf, dass dies rechtmäßig war, trat dann aber zurück. Woidke erklärte, dass es bei der Bewertung der Dienstwagen-Richtlinie "unterschiedliche Rechtsauffassungen" gebe.

Der Fall ist aber nicht der einzige: Bei der Nutzung von Feuerwehr-Dienstwagen durch zwei Landesbrand-Vizedirektoren räumte Staatskanzleichef Rudolf Zeeb Fehler ein. Er habe die Dienstanweisung als Innenstaatssekretär nicht mit dem Finanzministerium abstimmen lassen, sagte er. Dies wäre aber nötig gewesen.

Einen möglichen Fehler räumte auch Minister Schröter ein. Er habe sich nach Amtsantritt 2014 zwei Pflanzen aus seinem Landratsbüro in Oranienburg als Beiladung bei einer planmäßigen Fahrt eines Polizeitransporters nach Potsdam bringen lassen.