„Flüchtlingspolitik ist eine gesamtstaatliche Herausforderung, die wir nur gemeinsam meistern können“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Das setzt voraus, dass sich der Bund strukturell an den Kosten von Unterbringung, gesundheitlicher Versorgung und Integration der Flüchtlinge beteiligt. Das erwarten Bundesländer und Kommunen.“

Für die Erstaufnahme der steigenden Zahl von Asylbewerbern sind die Länder zuständig, Landkreise, Städte und Gemeinden kümmern sich um die Unterbringung der Flüchtlinge. In Brandenburg haben sich allein die Ausgaben des Landes mit rund 198 Millionen Euro im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

An dem Treffen mit Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und den betroffenen Ressortchefs nehmen am Donnerstag auch die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände teil. Bis zur nächsten regulären Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 18. Juni hatten Bund und Länder Entscheidungen in Aussicht gestellt.