Die Mietkosten für Cottbuser Wohnungen sind in den vergangenen fünf Jahren um fast die Hälfte gestiegen. Mit diesem Preiszuwachs schlägt Cottbus die anderen großen Städte Brandenburgs. In Frankfurt (Oder), Brandenburg/Havel und Potsdam wird im Vergleich zu 2010 durchschnittlich nur ein Drittel mehr pro Quadratmeter verlangt.

Derzeit liegt der Cottbuser Mietpreis in einfachen Wohnlagen, etwa am Stadtrand, bei vier Euro. 2010 kostete die Wohnfläche noch 2,75 Euro. Das geht aus den Zahlen des Immobilienverbandes Deutschland hervor.

Als Ursache dafür sieht der Mieterbund Brandenburg vor allem den Rückbau der Plattenbauten in der Stadt. "Offenbar wurden damals einige leerstehende Wohnungen zu viel abgerissen", sagt Ilka Stolle vom Landesvorstand. Seit 2002 sind in Cottbus etwa 9000 Wohnungen verschwunden. Auch die Tendenz, dass immer mehr Polen über die Landesgrenze nach Cottbus ziehen, könne eine Rolle bei der Preisentwicklung spielen. "Dort, wo der Wohnungsmarkt eng ist, werden die Mieten auch weiter anziehen", sagt Stolle. Besonders im Ballungsgebiet um Berlin sei der Zuzug ungebrochen.

Im Freistaat ergibt sich ein ähnliches Bild: "In Städten wie Dresden, Leipzig und Chemnitz steigen die Mieten an, während die Preise im ländlichen Bereich nahezu konstant bleiben", sagt Petra Becker vom Landesmieterverband Sachsen. In Dresden befinde sich der Quadratmeterpreis bei Neuvermietungen bereits im zweistelligen Bereich.