Angesichts vorgesehener Kürzungen in Höhe von drei Millionen Euro seien ganze Bereiche sozialer Grundversorgung im Land gefährdet, warnte der Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Konstantin Engels, gestern. Bedroht seien unter anderem die Hilfsangebote im Land für psychisch Kranke, Drogensüchtige sowie Demenz- und Alzheimer-Patienten. Zu dem Protest hatten die Wohlfahrtsverbände des Landes aufgerufen.
Die Kürzungspläne reichten bei weitem nicht aus, den Haushalt des Landes zu entlasten, bedrohten aber die Existenz zahlreicher sozialer Einrichtungen, warnte Engels. Einschnitte bei Hilfsangeboten seien zudem kurzsichtig: Es entstünden letztendlich höhere Folgekosten, weil die Betroffenen dann teurere stationäre Hilfe erhalten müssten. Im Landeshaushalt 2003 klafft eine Lücke von rund 1,3 Milliarden Euro.
Veranstalter der Kundgebung war die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Mitglieder der Liga sind unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas-Verbände und das Deutsche Rote Kreuz. (dpa/wie)