Seit Ostermontag ist das Veloteam wieder in der Gruppe unterwegs. Meistens in Richtung Spreewald. "Bis auf zwei Wochenenden habe ich den ganzen Winter durchtrainiert", sagt der drahtige 61-Jährige. Im Jahr fährt er trotz der beruflichen Belastung - Franke arbeitet seit 1990 in Cottbus im Fahrrad-Geschäft des zweifachen Olympiasiegers Lutz Heßlich - zwischen 5000 und 6000 Kilometer. Die meisten davon strampelt er in der Gruppe. "Die Verbindung zur Gruppe und das Fahren mit den Sportfreunden macht großen Spaß", sagt Franke. Seit 1978 trafen sich ehemalige Aktive und Freunde des Radsports zu gelegentlichen Radrennen auf der Cottbuser Bahn im Sportzentrum. "Stunde der Bolzer" hießen die Rennen, die es heute noch gibt. Organisiert wurden die Rennen von Wolfram Franke und Wilfried Meusel, beide Mechaniker beim damaligen SC Cottbus. 1984 entschloss sich die inzwischen rund 20-köpfige Gruppe, das Velo-Team "Old Boys" zu gründen und sich der Betriebssportgemeinschaft Lok Cottbus anzuschließen. Gründungsmitglied: Wolfram Franke. 1990 wechselte das Veloteam als eigenständige Abteilung zum SC Cottbus. Im Oktober 1992 gründete sich der RSC Cottbus, die heutige Heimat des Veloteams. Neben den regelmäßigen Trainingsfahrten in drei Gruppen (A-Team für Ex-Rennfahrer; B-Team für Hobbysportler; C-Team: Frauen und Einsteiger) organisiert das Veloteam auch weiter regelmäßig eigene Veranstaltungen. Die beliebten Radtourenfahrten (RTF) stehen dabei vor Jubiläen. Am 13. Juni steigt die 20. Burger Spreewald-RTF, die 20. Sparkassen-RTF folgt am 21. August. Das Verfolger-Match (29. Mai) sowie das 1000-Meter-Zeitfahren (17. Juli), beides auf der Radrennbahn, runden die Aktivitäten des Veloteams ab. Daneben ist die Gruppe auch ständig bei den vielen Veranstaltungen des RSC Cottbus im Einsatz. Bei den deutschen Bahn-Meisterschaften (7. bis 11. Juli) stellt das Team viele ehrenamtliche Helfer. "Ohne das Veloteam würde nicht viel laufen bei uns im Verein. Wolfram Franke ist der Vater der Truppe", sagt RSC-Präsident Bernd Kühner. ",Wolle' ist Urgestein, gute Seele, Macher, Mechaniker, immer ansprechbar und hilfsbereit", lobt Axel Viertler, Geschäftsführer des RSC Cottbus. Hilfsbereit ist Franke auch immer bei den regelmäßigen Trainingsfahrten in den Spreewald - bei Pannen. "Ich habe immer Werkzeug, einen Schlauch und eine Decke dabei. Bei Pannen bin ich immer erster Ansprechpartner - es soll ja schließlich zügig mit dem Training weitergehen", sagt Wolfram Franke. Seine Trainingsrunden führen Franke & Co. regelmäßig in den Spreewald. Start ist in Cottbus am BSV-Sportplatz. Über Lakoma, Maust, Döbbrick, Dissen, Striesow, Fehrow, Schmogrow, Saccasne, Byhleguhre und Byhlen geht es bis zur Ringchaussee in Burg. Über Werben, Gulben, Briesen und Sielow führt die Strecke zurück nach Cottbus. Rund 60 Kilometer zusammen, unterwegs bieten sich mehrere Möglichkeiten für eine kleine Rast. "Die Strecken sind landschaftlich reizvoll, verkehrsberuhigt und für unsere Gruppe nicht zu schmal", so der Cottbuser, der das Veloteam nicht missen möchte. Und das Veloteam nicht seinen "Kopf" und kompeteten Pannenhelfer.Mehr Tipps gibt es unter www.lr-online.de/ radwandern