In Deutschlands Norden und Nordwesten wohnt das Glück. Im Osten dagegen sind laut Glücksatlas 2014 die Menschen im Durchschnitt 0,36 Punkte unzufriedener als im Westen. Brandenburg rangiert mit 6,60 Punkten erneut auf dem letzten Platz der insgesamt 19 Länder und Regionen, hat sich aber gegenüber 2013 um 0,08 Punkte verbessert. Die Sachsen dagegen eroberten den 2013 verlorenen Platz eins im Osten zurück und sind diesmal mit einem Index von 6,76 die glücklichsten.

Schuld am insgesamt schlechteren Abschneiden der ostdeutschen Länder sind laut Studie die wirtschaftlich schlechteren Bedingungen zum Beispiel bei Jobs und Gehalt. So bilden Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg die Schlusslichter. Menschen in Thüringen gaben zum Beispiel an, auf einer Skala bis 8,5 nur zu 5,9 Punkten mit ihrem Haushaltseinkommen zufrieden zu sein.

Bei der Lebenszufriedenheit der Menschen die höchsten Werte erreichten einmal mehr Schleswig-Holstein, Hamburg und das nördliche Niedersachsen. Die wirtschaftlich starken Länder und Regionen im Süden Deutschlands dringen ins obere Mittelfeld vor.

Die dem Glücksatlas zugrundeliegenden Daten stammen aus dem seit 1983 erhobenen Sozio-ökonomischen Panel und wurden durch eine repräsentative Forsa-Umfrage ergänzt. Studienleiter Professor Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg sagte, die Deutschen befänden sich seit Jahren auf einem "Zufriedenheitsplateau", das sich nicht allein aus wirtschaftlichem Wohlstand erklären lasse.

Panorama Seite 20