ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 07:38 Uhr

Gefährlicher Erreger auf dem Vormarsch
West-Nil-Virus bei Mücken in Tschechien nachgewiesen

(Symbolbild) Wissenschaftler haben jetzt den gefährlichen West-Nil-Virus bei Mücken in Tschechien nachgewiesen.
(Symbolbild) Wissenschaftler haben jetzt den gefährlichen West-Nil-Virus bei Mücken in Tschechien nachgewiesen. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Tschechien. Die Erreger des gefährlichen West-Nil-Fiebers sind auf dem Vormarsch. Wissenschaftler haben das ursprünglich in den Tropen beheimatete Virus nun bei Stechmücken in der tschechischen Region Südmähren - ein beliebtes Ziel für Fahrrad- und Wandertouristen - nachweisen können.

Die Wissenschaftler vermuten, dass Vögel den Erreger aus Afrika eingeschleppt und auf die Mücken übertragen haben. Das Risiko, dass sich auch Menschen anstecken könnten, sei real, so ein Sprecher des Gesundheitsamtes in Brünn. Der einzige Weg gegen die Krankheit ist eine konsequente Vorbeugung, denn einen Impfstoff gegen das Virus gibt es nicht. Besonders während der Dämmerung sollte helle, langärmelige Kleidung getragen, unbedeckte Körperstellen mit Insektenschutzmittel eingerieben werden. Im Schlafzimmer schützen Moskitonetze.

Die Symptome des West-Nil-Virus ähneln einer Grippe: Drei bis sechs Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke bekommen Patienten Fieber und Muskelschmerzen, später schwellen oft die Lymphknoten an. Rund ein Drittel der Erkrankten erleidet Hautausschläge an Brust, Rücken und Armen, bei einigen Infizierten kommt es zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung. Sehr schwere, teils tödliche Verläufe treten in der Regel nur bei älteren oder bereits geschwächten Personen auf. Wer die Symptome an sich bemerkt, sollte zum Arzt gehen.

Das West-Nil-Fieber kommt bisher vor allem in den Tropen und Subtropen vor, zudem in Teilen der USA und Kanadas vor. In Europa gab bislang nur vereinzelte Fälle. In den letzten Jahren wurden besonders aus Griechenland mehrere Infektionen gemeldet.

(red/lsc)