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Verbraucherzentrale klagt gegen Klosterfrau

Dresden. () Die Verbraucherschutzzentrale Sachsen wirft dem Pharmaunternehmen Klosterfrau zu hohe Dosierempfehlungen bei Magnesium vor. Deswegen sei Klage vor dem Landgericht Köln erhoben worden, teilte die Verbraucherschutzzentrale mit. dpa/sm

Auf der Packung der Tabletten "taxofit Magnesium 600 Forte" werde eine tägliche Dosis von 600 Milligramm empfohlen, sagte eine Sprecherin. Das sei zu viel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfehle, höchstens 250 Milligramm Magnesium täglich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich zu nehmen. Wer Magnesium zu hoch dosiere, könne Durchfall bekommen, sagte die Sprecherin der Verbraucherschutzzentrale. Die MCM Klosterfrau Vertriebsgesellschaft teilte mit, es handele sich um ein sicheres Lebensmittel, das seit mehr als zwei Jahren im Verkehr sei, bei dem es kein Gefährdungspotenzial gebe. Der Vorwurf sei unzutreffend. Bei Nahrungsergänzungsmitteln seien zu hohe Verzehrempfehlungen keine Seltenheit, hieß es bei der Verbraucherzentrale. Mit dem Verfahren in Köln wolle man einen Präzedenzfall schaffen. Klage sei bereits Mitte Juli erhoben worden.