ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 20:25 Uhr

Stimmen von Studenten
Fünf Jahre danach: Wie studiert es sich an der Lausitz-Uni?

Cottbus/Senftenberg. Im Jahr 2013 war die Hochschulfusion ein heiß diskutiertes Thema in Cottbus, welches besonders auch Studierende bewegte. Doch wie sieht das heute aus? Und wie studiert es sich fünf Jahre danach an der neu gegründeten Lausitz-Uni?

„Als wir an der BTU angefangen haben, war das schon alles vorbei. Wir wissen einfach nicht, wie es hier vorher war“, berichtet Matias Pfingsthorn. Er ist im 6. Semester und studiert „Environmental and Ressource Management“. Der gebürtige Chilene kam an die BTU, da es damals die einzige Universität war, an der man den Studiengang im Bachelor studieren konnte. In Cottbus gefällt es ihm gut: „Es ist nicht meine Lieblingsstadt, aber ich studiere gern hier. Alles ist sehr preiswert. Das ist super.“

Matias
Pfingsthorn
Matias Pfingsthorn FOTO: Lea Rattei

Seine Kommilitonin Cathy Sulaiman stimmt ihm zu: „Es ist toll hier zu studieren. Hier gibt es viele internationale Studenten und man lernt schnell neue Leute kennen. Trotzdem ist alles sehr familiär und man ist nicht anonym.“ Den Studiengang wählte auch sie wegen seiner Einzigartigkeit. „Ich finde die Flexibilität gut und ich kann später ohne Probleme im Ausland studieren oder arbeiten“, sagt Cathy.

Cathy Sulaiman
Cathy Sulaiman FOTO: Lea Rattei

Jüngere Studierende, wie Jessica Brummack, wissen von der Fusion noch weniger. „Nein, davon habe ich noch nichts gehört. Worum ging es da?“, fragt die Informatikstudentin. Sie kam vor einem Jahr aus Eisenhüttenstadt nach Cottbus. „Der Tag der offenen Tür hat mir richtig gut gefallen und danach wusste ich: Ich will nach Cottbus. Ich studiere gern hier und ich finde es toll, wie nah ich noch an meiner Heimat dran bin.“

Sebastian Pirsch
Sebastian Pirsch FOTO: Lea Rattei

Ähnlich geht es Sebastian Pirsch. Er studiert im 2. Semester Umweltingenieurwesen und kommt ursprünglich aus Forst. Nach dem Abitur fing er zunächst an, in Nürnberg zu studieren. „Da hat es dann einfach irgendwie nicht funktioniert und ich habe beschlossen, wieder in die Heimat zurückzukommen. Es ist hier einfach strukturierter als bei großen Hochschulen“, stellt er fest. Von der Fusion hat er auch kaum etwas mitbekommen: „Ich weiß nicht viel davon. Meine Eltern haben mir damals ein oder zwei Artikel gezeigt, aber das war es dann auch schon.“

Torsten Ziemann
Torsten Ziemann FOTO: Lea Rattei

Nur einer kann sich noch lebhaft daran erinnern. Torsten Ziemann ist Doktorand im Bereich Mathematik und hat bereits seinen Bachelor und Master an der BTU Cottbus-Senftenberg absolviert. „Es gab damals viele Demonstrationen, Fachbereiche sollten geschlossen werden, und es herrschte allgemeine Ungewissheit. Besonders bei uns im Lehrstuhl wusste keiner so richtig, was passieren wird. Müssen wir nach Senftenberg? Bleiben wir hier? Niemand hatte irgendwelche konkreten Informationen.“ Ursprünglich hatte er sein Studium in Freiburg begonnen, ist aber nach Cottbus gewechselt, da ihm das Lehrangebot hier besser gefällt. „Das Studium hier beinhaltet einfach mehr Selbststudium, das finde ich gut. Ich studiere sehr gern hier. Man kennt die Professoren einfach.“

Es fragte Lea Rattei