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Kritische Keime in Hähnchenfleisch

Berlin. () In Hähnchen- und Putenfleisch aus Supermärkten finden sich amtlichen Untersuchungen zufolge vielfach immer noch antibiotika-resistente Keime. Wie das Bundesagrarministerium auf eine entsprechende Anfrage der Grünen antwortete, wurden im vergangenen Jahr bei 208 von 418 Hähnchen-Proben sogenannte ESBL-Keime nachgewiesen – also bei fast der Hälfte. dpa/sm

Bei Putenfleisch war dies den vorläufigen Daten zufolge bei 178 von 459 Proben der Fall. Problematisch sind diese Keime nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung, weil sie Enzyme namens ESBL (Extended-Spektrum Beta-Laktamasen) produzieren. Diese machen sie gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich, also resistent. Ebenfalls antibiotika-resistente MRSA-Keime wurden der Antwort des Agrarministeriums zufolge im vergangenen Jahr in 204 von 458 Putenfleisch-Proben nachgewiesen sowie in 55 von 422 amtlichen Hähnchenfleisch-Proben. Angaben für 2017 standen laut Regierung noch nicht zur Verfügung.