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| 09:17 Uhr

Münster
Einsteins Gehirn soll Münster inspirieren

Münster. Zwei Schnitte aus der rechten Gehirnhälfte des Physikers werden Teil einer Ausstellung.

Zwei Schnitte aus der rechten Gehirnhälfte des Physikers werden Teil einer Ausstellung.

Buchstäbliche Einblicke in Albert Einsteins Gehirn sind bald in Münster möglich. Zwei dünne mikroskopische Schnitte des Hirns des Physikers (1879-1955) sind an das dortige LWL-Museum für Naturkunde geliefert worden, wie das Haus mitteilte. Die besonderen Exponate sind Leihgaben vom medizingeschichtlichen "Mütter Museum" im US-amerikanischen Philadelphia, einem von zwei Museen weltweit, in denen man Teile von Einsteins Gehirn besichtigen kann. Albert Einstein hat die Relativitätstheorie begründet und gilt als Inbegriff des Forschers und Genies.

Die Hirnschnitte, die aus der rechten Gehirnhälfte Einsteins stammen, werden anlässlich der Schau "Das Gehirn - Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl" ab dem 29. Juni in dem Naturkunde-Museum zu sehen sein und erzählen eine besondere Geschichte: Eigentlich hatte Einstein nach seinem Tod verbrannt werden wollen. Doch der Pathologe Thomas Harvey sägte den Kopf des im amerikanischen Exil verstorbenen Atomphysikers heimlich auf, entnahm das Gehirn und konservierte es - erst im Nachhinein holte er das Einverständnis der Familie ein.

Harvey hoffte, durch Forschung an dem Organ so etwas wie die Quelle von Genialität oder Erklärungen für Einsteins Intelligenz festzustellen. Sensationelle Ergebnisse blieben jedoch aus, wie Nicola Holm, Ausstellungsmacherin in Münster, erläuterte.

(dpa)