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| 09:11 Uhr

Ratgeber
Bier als Durstlöscher

Die Auswahl an alkoholfreien Bieren ist groß. Die Stiftung Warentest hat 20 alkoholfreie Biere untersucht ("test"-Ausgabe 6/2018). Neben dem Geschmack wurden auch Schaum, der Einsatz von Fremdkohlensäure und Zusatzstoffen bewertet. Neun erhielten die Note "gut", zehn "befriedigend". Ein Bier bekam die Note "ausreichend". Was Verbraucher wissen sollten:

Die Auswahl an alkoholfreien Bieren ist groß. Die Stiftung Warentest hat 20 alkoholfreie Biere untersucht ("test"-Ausgabe 6/2018). Neben dem Geschmack wurden auch Schaum, der Einsatz von Fremdkohlensäure und Zusatzstoffen bewertet. Neun erhielten die Note "gut", zehn "befriedigend". Ein Bier bekam die Note "ausreichend". Was Verbraucher wissen sollten:

Durstlöscher Die meisten alkoholfreien Biere eignen sich als Durstlöscher. Sie liefern im Schnitt fast 40 Prozent weniger Energie als Biere mit Alkohol, also etwa 240 Kilokalorien pro Liter. Das entspricht etwa einer Apfelschorle. Beim Vergleich der Kalorien gibt es große Unterschiede - Figurbewusste sollten genau auf die Angaben achten.

Null Prozent Wer in der Schwangerschaft sichergehen will, sollte zu einem Bier mit einem Alkoholgehalt von 0,0 Prozent greifen. Manche alkoholfreie Biere enthalten einen Restalkohol von 0,5 Prozent - so viel ist erlaubt und zum Teil auch in Trauben- oder anderen Fruchtsäften enthalten.

Kein Sportgetränk Auch wenn neun der 20 Biere isotonisch waren, also die gleiche Menge gelöster Stoffe wie Blut enthielten, eignen sie sich laut Stiftung Warentest nicht als Getränk für Ausdauersportler. Denn die Isotonie kam unter anderem vom Kalium - zu viel davon kann die Leistungsfähigkeit von Sportlern senken.

Kritische Stoffe Im Vergleich zu herkömmlichen Bieren enthielten einige Craft-Biere ein Vielfaches an Nitrat. Der Grund: Nach der Gärung kommt ein zweites Mal Hopfen ins Bier. Dieser kann durch Stickstoffdünger Nitrat einlagern. Im Körper umgewandelt können sich daraus Nitrosamine bilden, die nach Tierversuchen im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Nach Angaben der Stiftung bestehe jedoch keine Gesundheitsgefahr. Vielfach stießen die Tester auf Glyphosat. Nur in zwei Bio-Bieren fanden sie es nicht. Aus Sicht der Warentester sollten Brauer darauf verzichten. Ob eine krebserregende Gefahr von dem Pflanzenschutzmittel ausgeht, bewerteten verschiedene Institutionen unterschiedlich.

dpa

(RP)