In ihrem Wahlprogramm spricht sich die Union - wie die FDP - dafür aus, das Ehegattensplitting zu einer Art Familiensplitting weiterzuentwickeln. Sie wollen den steuerlichen Grundfreibetrag für Kinder anheben. Die CDU/CSU verspricht zudem eine Erhöhung des Kindergelds. Der Zeitung zufolge hat das DIW in seinem neuen Wochenbericht das Konzept der Union näher untersucht. Demnach würden Familien durch die Reform im Schnitt um 700 Euro entlastet.

Die Verbesserungen wären jedoch sehr ungleich verteilt: Während Geringverdiener nur 300 Euro mehr im Jahr hätten, kämen Bezieher durchschnittlicher und hoher Gehälter auf bis zu 866 Euro. Komplett leer gingen Familien aus, die Hartz IV beziehen. Sie profitierten naturgemäß weder vom höheren Freibetrag noch von der Anhebung des Kindergelds, weil Letzteres auf ihre Sozialleistungen angerechnet wird.

Zudem würde die Reform die öffentlichen Kassen mit mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr belasten, hieß es.