Die Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und der Handwerkskammer (HWK) Cottbus fordern, mit der Ausarbeitung eines Konzepts für die Hochschullandschaft der Lausitz so schnell wie möglich zu beginnen. In einem Interview mit der RUNDSCHAU warnten IHK-Präsident Klaus Aha und HWK-Präsident Peter Dreißig davor, Zeit zu verlieren.

Auf die Frage, was passiert, wenn nichts passiert, antwortete Dreißig: "Ich fürchte, dass wir dann alle in der Lausitz verlieren." Beide Präsidenten schlagen die Gründung eines Beirats vor, der die kommenden Verhandlungen begleitet. In diesem Beirat sollten auch Studierende und Vertreter von Lausitzer Unternehmen sitzen. Moderiert werden sollte der Prozess von einem unabhängigen Experten. Dreißig nannte als Beispiele Kurt Biedenkopf oder Gesine Schwan. Bis zum Sommer müsse ein Konzept vorliegen.

Aus der Lausitz, so Aha, müsse ein deutliches Signal kommen, "dass wir was bewegen wollen". Die Landesregierung habe sich dazu bekannt, die Region zu stärken. Aha: "Wir müssen sie beim Wort nehmen."

Die Landesregierung möchte beide Hochschulstandorte schließen und eine neue, gemeinsame Universität gründen. Dagegen gibt es vornehmlich in Cottbus große Widerstände.

IHK Cottbus und HWK Cottbus umfassen das Gebiet der gesamten Brandenburger Lausitz. Beide Verbände haben mehr als 45 000 Mitglieder aus Industrie, Handel und Handwerk.

Lausitz/Brandenburg Seite 3

www.lr-online.de/energieuni